Veröffentlichungen

51-Jähriger terrorisiert die Nachbarschaft

von Axel Roll vom 19.06.2017 in WN
Details: www.wn.de

Gericht muss Schuldfähigkeit feststellen

Wie die WN online berichtete, begann am 19.06.2017 vor dem Landgericht Münster ein Sicherungsverfahren gegen einen 51-Jährigen. Die Staatsanwaltschaft hatte wegen von einem Sachverständigen festgestellter Schuldunfähigkeit nicht Anklage erhoben, sondern eine Antragsschrift im Sicherungsverfahren bei Gericht eingereicht mit dem Ziel, den Antragsgegner gemäß § 63 StGB in einer psychiatrischen Einrichtung unterzubringen. Dabei wurden dem Antragsgegner Sachbeschädigung in mehereren Fällen, Körperverletzung, versuchte gefährliche Körperverletzung und Beleidigung vorgeworfen.

Die vorgeworfenen Taten sollten zum Nachteil von Nachbarn begangen worden sein. Diese Nachbarn sagten am ersten Verhandlungstag umfassend aus, nachdem der Antragsgegner sich zum Teil geständig eingelassen hatte.

Schon am ersten Hauptverhandlungstag wurde deutlich, dass die beiden beauftragten Sachverständigen unterschiedlicher Auffassung darüber waren, ob bei dem Antragsgegner von aufgehobener oder eingeschränkter Steuerungsfähigkeit ausgegangen werden müsse.

Beide Sachverständige werden am nächsten Hauptverhandlungstag ihre Gutachten erstatten.

Als Verteidigerin tätig: Rechtsanwältin und Fachanwältin für Strafrecht Ursula Knecht